Planetenmusik

Eine Musikalische Umsetzung der Planetenbewegungen in unserem Sonnensystem

 

Die Planetenmusik wird mit Hilfe von zwei Methoden realisiert:

Die Methode nach Hartmut Warm (Keplerstern-Verlag Hamburg) basiert auf den Geschwindigkeiten der Planeten. Zu bestimmten Zeitpunkten ergeben zwei Planeten im Verhältnis zueinander ein musikalisches Intervall. Die Übereinstimmung anhand von Wahrscheinlichkeitsberechnungen ist hoch signifikant. Hartmut hat diese und andere erstaunliche Entdeckungen in seinen Forschungen gemacht. Näheres kann man in seinem Buch „Signatur der Sphären“ erfahren.

Die Methode nach der „Akustik-Clock“ (ein Projekt von Tobias Krug und Brian Cranford) basiert auf den Winkelstellungen (Aspekte) zweier Planeten zueinander. Zu bestimmten Zeitpunkten greifen zwei Planeten auf einer gedachten imaginären Saite einen Ton ab. Die Daten werden in Bild und Ton dargestellt.

Beiden Methoden ist eines gemeinsam: Sie bilden einen bestimmten Zeitraum ab, die interplanetaren Beziehungen werden dabei zeitlich stark komprimiert, d.h. sie laufen im Zeitraffer ab.

Zeit als Musik, Planeten als Musik, Planetenbewegungen in der Zeit… Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Hören!

 

Johannes Kepler – Auszüge

Johannes Kepler – Auszüge

Auszug aus dem vierten Buch der Weltharmonik (1619): „…Die reine Harmonie jedoch, die von sinnlichen Trägern losgelöst ist, ist in ihrer Art stets ein und dieselbe. So ist beispielsweise die Art von Harmonie, die aus der doppelten Proportion entsteht, ein und dieselbe. Wenn sie in Tönen auftritt, heißt sie Oktav; wenn in den Strahlungen (gedachte Linien von Himmelskörpern zum Betrachtungsort Erde, d.h. Mittelpunkt; Anm. d. Verfassers), redet man von Opposition (180° vom Kreis, Anm. d. Verfassers). Und zwar kann sie im musikalischen System eine obere oder eine untere, eine höhere oder tiefere sein, eine Harmonie von menschlichen Stimmen oder von Tönen, die durch Instrumente erzeugt werden. Ebenso ist ihre Erscheinung in der Meteorologie mannigfaltig; sie kann eine Opposition von Saturn und Jupiter oder eines anderen Planetenpaares sein…“

Uraufführung der Planetenmusik in St. Johann Baptist am 14.6.2015

Konzertreihe „Klassiker der Neuen Musik“

Neue-Musik-Klassiker trifft auf Uraufführung

Beim kommenden Konzert der Reihe „Klassiker der Neuen Musik“  am 14.6.2015 um 17.00 Uhr in St. Johann Baptist ist neben Igor Strawinskys Cantata, die zu den intimsten und schönsten Werken des russischen Meisters in der Nachkriegszeit zählt, eine Uraufführung zu hören.

Die Münchner Komponisten Brian Cranford und Tobias Krug beschäftigen sich seit 2002 künstlerisch-wissenschaftlich mit den interplanetaren Rhythmen des Sonnensystems.

In den letzten Jahren haben die zwei Komponisten viele dieser Planetenbewegungen in Töne umgesetzt. Es entstehen dabei musikalische Werke von großer Tiefe und meditativer Strahlkraft. Eine dieser Umsetzungen „ac-century“, die für die Orgel konzipiert wurde, erklingt nun erstmals im Konzert.

Das Stück bildet den Zeitraum von 1.1.2000 bis 31.12.2099 ab. Die Beziehungen der Planetenbewegungen von Mars-Jupiter, Jupiter-Saturn, Jupiter-Uranus und Jupiter-Neptun sind in diesem Stück zu hören.

Tobias Hermanutz hat dieses Stück auch an der Max-Reger-Orgel von St. Johann Baptist für eine CD eingespielt, welche im Sommer 2015 im eos-Verlag erscheinen wird.

Vielen Dank an dieser Stelle an Herr Hermanutz für die sehr gelungene Umsetzung und Interpretation der Komposition an der Orgel!

Der Förderverein pro musica sowie alle beteiligten Musikerinnen und Musiker laden Sie herzlich zu diesem Konzert ein!

Vor der Aufnahme von ac-century in der St. Johann Baptist Kirche. Komposition: Brian Cranford / Tobias Krug - An der Max Reger Orgel: Tobias Hermanutz (links)
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Vor der Aufnahme von ac-century in der St. Johann Baptist Kirche. Komposition: Brian Cranford / Tobias Krug – An der Max Reger Orgel: Tobias Hermanutz (links)

Eine Musikalische Umsetzung der Planeten-Aspekte am Firmament